Wo viel verloren wird, ist manches zu gewinnen.

Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.

Wo so ein Köpfchen keinen Ausgang sieht,/ Stellt er sich gleich das Ende vor.

Wir würden gar vieles besser kennen, wenn wir es nicht genau erkennen wollten.

Wir hoffen immer, und in allen Dingen/ Ist besser hoffen als verzweifeln.

Wir haben genug Zeit, wenn wir sie nur richtig verwenden.

Wie hoch ist doch jede wahre Neigung zu schätzen in einer Welt, wo Gleichgültigkeit und Abneigung eigentlich recht zu Hause sind.

Wer ist ein unbrauchbarer Mann? Der nicht befehlen und auch nicht gehorchen kann.

Wer Gründe anhört, kommt in Gefahr, nachzugeben.

Wer Großes will, muß sich zusammenraffen.

Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.

Wer dem Publikum hinterherläuft, sieht doch nur dessen Hinterteil.

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.

Wer alt mit Fürsten wird, lernt vieles, lernt zu vielem schweigen.

Wenn weise Männer nicht irrten, müßten die Narren verzweifeln.

Wenn sie mich an sich lockte, war Rede nicht im Brauch, und wie die Zunge stockte, so stockt die Feder auch.

Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muß man sie gut bezahlen.

Wenn man einmal weiß, worauf alles ankommt, hört man auf, gesprächig zu sein.

Wenn man älter wird, muss man mit Bewusstsein auf einer gewissen Stufe stehen bleiben.

Wenn man alt ist, muß man mehr tun, als da man jung war.

Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.

Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt?

Wenn je das Göttliche auf Erden erschien, so war es mit der Geburt Christi.

Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen,/ Wenn es nicht aus der Seele dringt/ Und mit urkräftigem Behagen/ Die Herzen aller Hörer zwingt.

Wenn ich die Meinung eines andern anhören soll, so muß sie positiv ausgesprochen werden; Problematisches hab ich in mir selbst genug.

Wenn ein paar Menschen recht miteinander zufrieden sind, kann man meistens versichert sein, daß sie sich irren.

Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muß man beizeiten anfangen.

Wenn du nicht irrst, kommst du nicht zu Verstand.

Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen.

Wenn dir's in Kopf und Herzen schwirrt, was willst du Beßres haben! Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.

Wenn der Mensch alles leisten soll, was man von ihm fordert, so muß er sich für mehr halten, als er ist.

Wenn auch die Welt im ganzen fortschreitet, die Jugend muß doch immer von vorne anfangen.

Wen jemand lobt, dem stellt er sich gleich.

Welche Vorteile gewährt die doppelte Buchhaltung dem Kaufmanne! Es ist eine der schönsten Erfindungen des menschlichen Geistes, und ein jeder gute Haushalter sollte sie in seiner Wirtschaft einführen.

Weil unter des Himmels Angesicht/ Man immer besser und freier spricht.

Was nicht vorwärts gehen kann, schreitet zurück.

Was nicht umstritten ist, ist auch nicht sonderlich interessant.

Was nicht reizt, ist tot.

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

Was man in der Jugend wünscht, hat man im Alter die Fülle.

Was ist ein souveräner Mann? Das ist bald gesagt: der, den man nicht hindern kann, ob er nach Gutem oder Bösem jagt.

Was ist der Mensch für eine elende Kreatur, wenn er alle Eitelkeit abgelegt hat!

Was aber ist deine Pflicht? Die Forderung des Tages.

Während die Deutschen sich mit Auflösung philosophischer Probleme quälen, lachen uns die Engländer mit ihrem großen praktischen Verstand aus und gewinnen die Welt.

Waget laut und klar zu nennen sein Bemühen, seine Tugend;/ denn ein herzlich Anerkennen ist des Alters zweite Jugend!

Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.

Von der besten Gesellschaft sagte man: ihr Gespräch ist unterrichtend, ihr Schweigen bildend.

Vom Ziel haben viele Menschen einen Begriff, nur möchten sie es gerne schlendernd erreichen.

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche/ Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;/ Im Tale grünet Hoffnungsglück.